Erbschaftsteuer: Die Reformpläne der Länder im Vergleich
Mehrere Länder fordern eine Neuordnung der Erbschaftsteuer. Wir haben die Vorschläge nebeneinandergelegt und durchgerechnet, was sie für ein typisches Einfamilienhaus bedeuten.
Die Freibeträge bei der Erbschaftsteuer sind seit 2009 unverändert. Die Immobilienpreise haben sich in derselben Zeit in vielen Regionen mehr als verdoppelt. Was 2009 ein steuerfreies Elternhaus war, liegt heute in München, Hamburg oder Frankfurt oft weit über dem Freibetrag.
Verschärft wurde das durch eine Änderung, die kaum Schlagzeilen machte: Seit Januar 2023 bewertet das Finanzamt Immobilien nach neuen Regeln. Die Werte für Ein- und Zweifamilienhäuser sind dadurch im Schnitt um zehn bis dreißig Prozent gestiegen, ohne dass sich am Haus etwas geändert hat.
Drei Lager, drei Richtungen
Bayern verlangt seit Jahren, dass die Länder Freibeträge und Steuersätze selbst festlegen dürfen. Andere Länder wollen die Verschonungsregeln für große Betriebsvermögen streichen und die Einnahmen insgesamt erhöhen. Ein drittes Lager plädiert für eine Flat Tax mit niedrigem Satz und ohne Ausnahmen.
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